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Gliederfüsser besitzen verschiedene Atmungssysteme, die bei der Zuordnung eine wichtige Rolle spielen.
Einige von ihnen, wie die Krabben, haben kein richtiges Gefässystem. Das bedeutet, dass die Körperflüssigkeit - die Hämolymphe - ohne Adern durch die Tiere fliesst.
Rote Mangrovenkrabben verfügen als amphibische Tiere über zwei Atmungswege: im Wasser wird mithilfe der Kiemen geatmet und an Land geschieht das hauptsächlich über die Haut.
Die sieben Blattkiemenpaare liegen über den Scheren- und den ersten Beinansätzen unterhalb des Gesichtes in Höhlen . Feinste senkrechte Härchen verhindern das Eindringen von Schmutzpartikeln wie mit einem Vorhang. Die empfindlichen Atmungsorgane reichen weit in das innere der Krabben hinein und werden zum teil im Rahmen einer Häutung erneuert.

Sie dienen nicht nur der Atmung, sondern helfen den Krabben bei der Anpassung an unterschiedliche Salzkonzentrationen im Wasser. Je nach Intensität arbeiten einige Kiemenpaare mehr als andere.

Für kurze Landaufenthalte oder dicht an der Wasseroberfläche wird der eigene Wasserkreislauf in Bewegung gesetzt:
Wasser aus der Kiemenhöhle wird oberhalb des Mundes ausgeschieden und es rinnt wieder hinunter zum Bauch. Bei diesem Vorgang wird das Atemwasser mit Sauerstoff angereichert und landet schliesslich wieder in den Kiemen, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Möchten die Krabben längere Zeit an Land verweilen, muss die Luftfeuchtigkeit recht hoch sein, damit die Kiemen nicht austrocknen. Das Wasser kann nach dem Verlassen abgelassen werden , oder es verdunstet mit der Zeit, denn Krabben sind auch in der Lage, über den Körper zu atmen, sowie über ein weiteres System, das sich an einer regelmässigen Bewegung hautähnlicher Strukturen beidseitig der Mundwerkzeuge im oberen Gesichtsfeld beobachten lässt.
Diese Öffnungen erzeugen unter Wasser eine kreisförmige, sowie ständige Strömung, mit deren Hilfe Frischwasser zu den Kiemen befördert wird.

Die Atmung über die Haut geschieht vermutlich in zwei seitlichen Bereichen des hinteren Krabbenkörpers. Unter anderem liegen unterhalb des Panzers je einige membranartige Gebilde übereinander, die sich ausserhalb des Wassers aufgrund ihrer Feuchtigkeit aneinander saugen und eine Atmung ermöglichen könnten. Geht die Krabbe wieder ins Wasser, lösen sich die Membrane wieder und die Atmung mittels der Kiemen beginnt. Aufgrund der Oberflächenspannung kann die Krabbe also leicht von einem Element ins andere wechseln, die entsprechende Atmung setzt sofort automatisch ein.

Krabben stellen einige zeit vor der Häutung die Nahrungsaufnahme ein. Wirft man einen Blick in eine abgstreifte Hülle, eine Exuvie lässt sich der Grund dafür erkennen: Die Mundwerkzeuge und zwar alle sieben Paare reichen auch weit in die Tiere hinein. Bis dahin bestehen sie aus dem gleichen Material wie der Panzer und werden deshalb mit abgesreift. Um die Mundwerkzeuge zu bewegen, sind sie im Innern mit Sehnen und Nerven verbunden. Diese Verbindung muss im Rahmen einer Häutung getrennt werden und die verbindungen werden nach der Häutung wieder hergestellt. Das Gleiche gilt übrigens für den sog. Kaumagen.

 
© by Annette Berkelmann
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