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Lebensweise

Stösst man in einem Zooladen auf ein Becken mit Krabben, fühlen sich einige Individuen der humanoiden Spezies sofort unwiderstehlich angezogen und fasziniert.
Viele andere, bei denen das nicht so ist, ( oft sogar eher das Gegenteil ) sollten doch mal einen näheren Blick riskieren.
In unsereinem reift zunehmend und manchmal sehr rasant der Gedanke so ein Krustentier im eigenen Aquaterrarium pflegen zu wollen.
Natürlich bringt es die Krabbe nicht um, sie/ihn in eine handelsübliche Fischtransporttüte zu packen und mitzunehmen.
Da die intelligenten Krabbeltiere ihre Umwelt mit einer grossen Auswahl ausgeprägter Sinnesorgane wahrnehmen, kann diese Art ungemein Stress für die Krabbe mit sich bringen. Sie ist hierfür sehr empfindlich und deswegen kann das Ganze etwas angenehmer gestaltet werden.
Zunächst sollte mensch sich sicher sein, dass die Bedingungen im heimischen Aquarium denen der Krabben auch gerecht werden; ansonsten entsprechende Änderungen vornehmen, wie einen Landteil einbauen.
Ausgewachsene Krabben machen zwar einen stattlichen Eindruck, doch je kleiner die Auserwählten sind, desto jünger sind sie und leben natürlich auch länger. Und den jungen Krabben fällt ein WEchsel leichter.
Bei der Auswahl der jeweiligen Tiere sollte darauf geachtet werden, ob noch alle Scheren vorhanden sind und nicht zu viele Beine fehlen.

Am Wichtigsten ist jedoch, dass die Augen klar sind und keine Flecken auf den Tieren zu sehen sind, die auf eine infektiöse Krankheit hindeuten könnten. Bisher habe ich jedoch nur gesunde Krabben gesehen, die zum Verkauf angeboten wurden. Wird die Tüte mit etwas Wasser und Luft in eine verschliessbare und somit dunkle Schachtel getan, bleibt das zukünftige Haustier wesentlich ruhiger.Vermutlich angenehmer sind die schon mancherorts verwendeten Plastikschachteln mit winzigen Löchern an den Seiten. legt man hier ein durchnässtes Küchenpapier ein, reicht die feuchtigkeit aus und die Krabbe spürt festen Boden unter den Krallen, was beruhigender wirkt, als im Wasser haltlos durch die Gegend zu schaukeln. Bei vielen Tieren wirkt Dunkelheit beruhigend, es strömen weniger Reize auf sie ein. Wenn möglich, die Krabben getrennt transportieren; männliche Krabben immer einzeln. (im Winter noch einen Schal darumwickeln wegen der Kälte,falls man länger im Freien unterwegs ist).

 
 

Ob ein schlagartiger Wasserwechsel nicht gut bei Krabben kommt, weiss ich nicht.Ich würde vorsichtshalber vorschlagen, die Neuankömmlinge an land nahe des Wassers auszusetzen.Die reaktionder einzelnen Tiere ist sehr unterschiedlich. Manche stürzen umgehend davon, einige bleiben gelassen und schauen sich erst in Ruhe um. je nach Unterbringung in den Zooläden sind manche Krabben recht hungrig und nehmen bei mir begeistert ein Stückchen Wafers in Empfang.

 

So kommt es gelegntlich vor, dass die vom Transport gestressten Krabben mit leerem Magen sich wild auf alles stürzen was sich in ihrer Umgebung bewegt. Und damit auch Tiere angreifen, mit denen sie sonst gut klar kommen.
Doch Zwischenfälle dieser Art sind leicht vermeidbar; und vielleicht tragen gerade sie dazu bei, dass Krabben im Allgemeinen als unverträglicher und aggressiver erscheinen, als sie wirklich sind.
Und ist erst mal der Magen gut gefüllt, ist alles gleich viel einfacher und die Panzerträger können sich während des Fressens schon mal grob orientieren.
Sind wir uns immer dessen bewusst, dass gerade Krustentiere ihre Umgebung mit ihren sehr hoch entwickelten Sinnesorganen besonders gut wahrnehmen, lässt sich vieles einfacher und vor allem ohne grossen Belastungen für die Tiere durchführen. Also gerade zu Beginn langsam bewegen und Rücksicht auf den gut entwickelten Erschütterungssinn nehmen.

Auf diese Weise haben die neuen Hausgenossen einen leichteren Start in ihrer neuen Umgebung und werden zu uns, in ihren Augen riesigen, merkwürdigen Wesen mit den vier schlangenhaften Auswüchsen, leichter Zutrauen fassen und sie nicht mehr als Bedrohung empfinden. Wenn sie sich nähern, bebt gewöhnlich die Erde und krabbe fragt sich, ob die beiden Punkte auf der oberen Kugel vielleicht doch die Augen sind - obwohl sie KEINE Stiele haben!!!

Kes

Kes, im August 2005
Selten geht sie tiefer ins Wasser wie hier.
Im Moment ist frühstücken angesagt:Die Wasserpest hat es ihr zur Zeit angetan.

 
© by Annette Berkelmann
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