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Ersteres passiert in zwei Schritten: die Scheren heben etwas Fressbares auf, halten und zerkleinern es grob. Sind die Teile passend, werden sie mit einer Schere zur winzigen Mundöffnung befördert. Hier befinden sich insgesamt sieben weitere Paare Essbesteck, die verschieden geformt sind. Die äusseren gut sichtbaren werden als Mandibeln bezeichnet, die weiteren gelten als Maxillen.Hinter dem ersten, vergleichsweise grossen und sichtbaren Paar gibt es zwei kleine, flache Keulen . Zwei winzige Pinsel sind erkennbar, sowie ein beidseitig angebrachter Dorn und zwei weitere unterschiedlich geformte Keulen mit Borsten. Diese mit gelenken und Scharnieren voll beweglichen und genialen Konstruktionen sind so klein, dass sie nur Bruchteile von Millimetern haben und hinter den sichtbaren Mundwerkzeugen verborgen liegen. Erst jetzt gelangt die Nahrung an die eigentlichen 'Zähne', Papillen genannt, die in der Form eher an Rauten erinnern. Sie stehen horizontal zueinander und zerkleinern die Speisen mit Hin- und Herbewegungen . Gelegentlich schimmern sie durch die schützenden Härchen hindurch.

Die so vorbereitete Nahrung wandert weiter in den zweiteiligen Kaumagen. Dieser und der Darmtrakt verlaufen längs der Körperachse.
Im ersten Teil des 'Kau-magens', der Cardia, befinden sich auf beiden Seiten zwei flach geformte starke gezahnte Chitinstrukturen, die mit einer hochentwickelten speziellen Muskulatur bewegt werden. Aus der Mitteldarmdrüse kommen Verdauungsenzyme zu Hilfe.

Im zweiten Magenteil, dem Pylorus, wird die Nahrung mit Hilfe eines komplizierten Falten- und Reusensystems in grobe und feine Teile getrennt. Nur die kleinsten Partikel gelangen zur endgültigen Verdauung in die Mitteldarmdrüse. Der Rest gelangt durch eine Art Trichterventil in den Enddarm.
Der erste Ausgang desselben befindet sich bei beiden Geschlechtern innerhalb der Bauchklappe an der Basis zwischen dem letzten Beinpaar. Durch einen Hautschlauch innerhalb der Bauchklappe geschützt, wandert es diese hinauf und das unverdauliche Material wird in Form kleiner ovaler Formen mit einer Schere von dort entgegengenommen und abgelegt. Diese Öffnung befindet sich direkt unter dem Mund ,sodass man bei flüchtiger Betrachtung meinen könnte, die Klümpchen würden hier entnommen.
Ausserdem gibt es eine Harnblase. Über die Nierenschläuche werden harnartige Stoffe ausgeschieden.

Bei Flusskrebsen findet sich der Harnblasenausgang am Kopf und Urin wird sogar als biologischer Kampfstoff eingesetzt! Ob und inweiweit das auch bei Krabben angewendet wird, ist mir unbekannt.
Auch alle anderen wichtigen Organe wie das Herz und das Nervensystem liegen im Kopfbereich. Letzteres ist hauptsächlich für die Hormonsteuerung zuständig, die wiederum den Herzschlag, die Häutung und die Fortpflanzung beeinflussen. Und, je nach Geschlecht liegen hier auch die Eierstöcke bzw die Hoden. Bilder zu einigen Körperteilen in: Krabbenanatomie unter dem Mikroskop.

 
© by Annette Berkelmann
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