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Das harte Äussere der Krabben allgemein in Verbindung mit ihren mächtigen Scheren lässt sie wehrhaft und gut geschützt erscheinen.
Was aber nicht heisst, dass das Innere völlig abgeschottet ist.
Im Gegenteil:
Die harte Schale ist eine vielfältige Verbindung zur Aussenwelt. Sie ist übersät mit empfindungsfähigen Härchen und Sensoren. Sie dienen der Orientierung, der Nahrungssuche und der Kommunikation. Der seitliche Rückenbereich, der leicht geriffelt erscheint, ist etwas dünner und ermöglicht ausserhalb des Wassers die Atmung von atmosphärischer Luft..

Kes im August 2005
Sie ist nun gut drei Jahre alt, mit etwa sechs Monaten kam sie zu uns.Mittlerweile hat sie eine Beinspanne von annähernd zehn Zentimetern.Sie hat ein gelassenes Gemüt und ist ungewöhnlich zutraulich. Sie kommt eilig herbei, um sich Leckereien direkt von der Hand abzuholen.

Die Körperoberfläche der Krabben wird von einer mehrlagigen chitinhaltigen Schicht (Kutikula) gebildet, welche aus von der Oberhaut abgestossenen Hautzellen besteht und weitegehend aus Kohlehydraten hergetsellt wird. In dieses Häutchen werden (je nach Tierart) verschiedene Stoffe eingelagert (siehe: CHITIN...).
Die Stubenfliegen etwa bauen ein elastisches Material ein, das Resilin. Dieses Panzermodell schützt die Fliegen häufig davor, mit dem Handstreich eines genervten Menschen sofort vernichtet zu werden.
Dagegen lagern Krebstiere kohlesauren Kalk ein, so dass eine sehr feste Aussenhülle entsteht, das sog.Exoskelett.
Die einzelnen Panzersegmente sind zwecks Beweglichkeit durch Membranen elastisch miteinander verbunden.
Diese spezielle Haut kann nicht mitwachsen, daher müssen sich Krabben, wie alle anderen Gliederfüsser auch, in bestimmten Abständen häuten.
( siehe : KRABBEN IM AQUARIUM / Häutung und Hygiene ). Dieser Prozess erneuert nicht nur die Aussenhaut, sondern auch viele Bereiche im Innern. Die verschiedenen Stadien mit sozusagen Vor-und Nachsorge nehmen einen grossen Teil in einem Krebstierleben ein. Damit es einschliesslich der kraftraubenden Prozedur selbst gelingt, ist eine artgerechte ERnährung überlebenswichtig.

Der Körper der Krabben ist im Gegensatz zu anderen Crustacea - Arten sehr kompakt geformt:
Kopf und Rumpf bilden gemeinsam den sog. Cephalothorax; die Kopfbrust. Der Hinterleib, über den Garnelen und Krebse in bekannt länglicher Form verfügen, wird Abdomen oder auch Pleon genannt.
Bei den Krabben ist er im Laufe der Evolution unter den Bauch gewachsen und ist noch erkennbar in den ersten Larvenstadien der zukünftigen Krabben. Beim adulten Tier wird der Abdomen zur breiten beweglichen Bruttasche des Weibchens und dem schmaleren ebenfalls beweglichen Bauchsegment des Männchens, der hier seine Geschlechtsorgane verbirgt.

FÄRBUNG
Zu diesem Zweck lagern alle Krebstiere Farbstoffe in ihre Panzer ein. Krabben zeigen eine besonders bunte und vielfältige Farbpalette, die teilweise recht schnell wechseln kann. Sie dient in erster Linie wohl der Tarnung, doch durch die Farbe können auch bedingt gewisse Stimmungen ausgedrückt werden.
Kommen die Mangrovenkrabenmännchen in Paarungsstimmung, nehmen die Rotanteile stark zu. Die Scheren färben sich intensiver und auch das Gesicht und besonders die seitlichen Bereiche zeigen ein starkes Rot, das sich bis auf die Innen seiten der ersten Gehbeine ausdehnen kann.
Auch die Weibchen erröten ,wenn auch nicht so intensiv.
Die sternförmigen Farbstoffzellen ( Chromatophoren ), befinden sich im Unterhautfettgewebe. Durch hormonelle Stimulation ziehen sie sich je nach Bedarf zusammen oder dehnen sich aus.
Kraken haben vom Prinzip her ein ähnliches Farbgebungssystem, jedoch wesentlich weiter entwickelt.

 
© by Annette Berkelmann
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